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#FotoDerWoche: "Zählt nicht uns..." (1987)

August 1987: An der Brandmauer des Hauses St. Pauli-Hafenstraße 120 prangt die Parole "Zählt nicht uns, sondern eure Tage" als Protest gegen die im selben Jahr stattfindende Volkszählung. Zahlreiche Kritiker verschiedener Lager befürchteten damals eine Einschränkung der Bürgerrechte und forderten statt des "gläsernen Bürgers" einen "gläsernen Staat". Im Hintergrund: Das Dock 11 von Blohm & Voss.

Fotografin: Elke Groenewold, Aufnahmedatum: August 1987, Bildquelle: St. Pauli-Archiv e.V. via stadtteilgeschichten.net, Lizenz: CC BY-NC-ND 3.0 DE

#FotoDerWoche: Mührenfleet (1883)

Für den Bau der Speicherstadt mussten die Viertel Kehrwieder und Wandrahm weichen. Bevor der Abriss am 01.11.1883 begann, fertigte Georg Koppmann eine umfangreiche fotografische Dokumentation der Stadtteile an. Hier ist eines der Bilder aus seiner Mappe "Hamburg 1883: Aufnahmen der niederzulegenden Stadttheile". Es zeigt das Mühenfleet von der Jungfernstiegs-Fährbrücke aus. Eine Brücke gibt es an dieser Stelle bis heute. Das Mührenfleet selbst wurde beim Bau der Speicherstadt zum Zollkanal ausgebaut.

#FotoDerWoche: Arbeit an der Kaikante (1899)

Im Vordergrund transportieren Arbeiter Nussbaumstämme. Im Hintergrund lädt ein Kran Säcke aus Peoria, Illinois ab. Möglicherweise enthalten diese Mais, denn Peoria liegt im US-amerikanischen "corn belt".

Fotograf/en: Familie Hamann, Aunahmedatum 1899, Bildquelle: Staatsarchiv Hamburg, Lizenz: Gemeinfrei

#FotoDerWoche: Restaurant "Zur Einkehr" (1910)

"Hier gibt's was für'n Durst und gute Leberwurst." Das Gruppenbild mit Hausschweinen ist eine Werbepostkarte des Restaurants "Zur Einkehr".
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Fotograf/in: Unbekannt, Aufnahmedatum: um 1910, Bildquelle: Stadtteilarchiv Ottensen e.V., Lizenz: CC BY 3.0 DE

#FotoDerWoche: Chilehaus (um 1930)

Das 1924 fertiggestellte Chilehaus brachte dem Architekten Fritz Höger und seinen Hausfotografen, den Gebrüdern Dransfeld, internationale Anerkennung. Durch ihre effektvollen Fotos wurde das Kontorhaus zu einer architektonischen Ikone. Auch heute lockt der Bau mit seiner charakteristischen Ostspitze zahlreiche Fotografen und Fotografinnen an.

Fotograf/en: Gebrüder Dransfeld, Aufnahmedatum: 1924–1935, Bildquelle: Museum für Kunst und Gewerbe, Lizenz: Gemeinfrei

#FotoDerWoche: Alt-Altona (1901)

Zeitreise nach Alt-Altona: Von der Großen Mühlenstraße blicken wir in die Kleine Papagoyenstraße. Nach Rechts geht von dieser die Straße Raboisen ab. Nachdem dieser Teil Altonas im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, erfolgte eine großflächige Neubebauung. Dabei sind auch all diese Straßen verschwunden. Lediglich die Große Mühlenstraße existiert als Struenseestraße weiter.

Fotograf: Emil Puls, Aufnahmedatum: 1901, Bildquelle: Altonaer Museum, Lizenz: Gemeinfrei

#FotoDerWoche: Pauli querAb (2003)

"Pauli querAb" war ein szenischer Rundgang des Mobilen Elysium Theaters unter Leitung der Regisseurin Christiane Richers. Geführt von drei Engeln entdeckten die Zuschauer weniger bekannte Ecken St. Paulis und lernten ihre phantastischen Geschichten kennen. Die hier gezeigte Szene entfaltete sich beim Parkhaus hinter dem (ehemaligen) LIDL an der Reeperbahn, wo der Kasper lautstark Missstände beklagte.

Fotografin: Sheila Volk, Aufnahmedatum: 2003, Bildquelle: St. Pauli-Archiv e.V., Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

#FotoDerWoche: Bierlieferung mit Hafer-Antrieb (1964)

Hier sehen wir einen Brauereiwagen der Holsten-Brauerei mit Pferdegespann. Beliefert wird das Restaurant Heinrich Wirth in der Ottenser Hauptstraße, das - prominent plaziert - mit seinen vier Kegelbahnen wirbt.

Fotograf: Karl Zernitz, Aufnahmedatum: 1964, Bildquelle: Stadtteilarchiv Ottensen via stadtteilgeschichten.net, Lizenz: CC BY 3.0 DE

#FotoDerWoche: Rödingsmarkt (1904)

Unsere heutige Zeitreise führt uns zum Rödingsmarkt und in das Jahr 1904. Zahlreiche Straßenbahngleise prägen das Bild an der Kreuzung zu den Straßen Großer Burstah, Graskeller und Alter Wall. Von der Hochbahn fehlt zu diesem Zeitpunkt allerdings noch jede Spur. Ihr Bau begann erst ab 1906.

Fotograf/en: Familie Hamann, Aufnahmedatum: 1904 , Bildquelle: Sammlung Online / MKG, Lizenz: Gemeinfrei

#FotoDerWoche: Das älteste Haus von Hamburg

Am früheren Pferdemarkt (heute Gerhart-Hauptmann-Platz und Ida-Ehre-Platz) stand ein Mal das älteste Haus von Hamburg. Das 1522 erbaute Gebäude beherbergte neben Wohnungen eine Gastwirtschaft und einen Haarschneide-Salon. Unter dem Protest der Bürgerschaft musste das Haus dem Bau der Mönckebergstraße weichen und wurde 1910 abgerissen. Einige bewahrte und mit Schnitzarbeiten geschmückte Holzbalken können heute noch im Museum für Hamburgische Geschichte besichtigt werden.

Fotograf/en: Familie Hamann, Aufnahmedatum: Unbekannt, Bildquelle: Staatsarchiv Hamburg, Lizenz: Gemeinfrei

#FotoDerWoche: Onkel Max (um 1920)

Das bunt bemalte Haus an der Balduintreppe kennt in Hamburg jeder. Es beherbergt die Punkerkneipe "Onkel Otto". Früher hieß das Lokal "Onkel Max". Mit Ansichten aus dieser gemütlichen Eckkneipe verabschieden wir uns ins Wochenende.

Fotograf: Wilhelm Heinemann, Aufnahmedatum: um 1920, Bildquelle: St. Pauli-Archiv via stadtteilgeschichten.net, Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0 DE

#FotoDerWoche: Alte Post

Eine historische Ansicht der alten Post in der Poststraße 9-11. Der Verwaltungsbau wurde 1847 errichtet, um verschiedene in der Stadt ansässige Postanstalten an einem Ort zusammenzuführen. So waren dort die Hamburgische Stadtpost, das Fürstlich Thurn und Taxis'sche Oberpostamt, das Königlich Hannoversche Oberpostamt und die Königlich Schwedische Post untergebracht. In neuerer Zeit wurde das Gebäude zwei Mal entkernt, in den 1970er und 2010er Jahren. Heute beherbergt es Büro- und Einzelhandelsflächen.

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